Station 3: Tiere im Wald
Allgemeine Infos
Welche Tiere leben im Wald und was wisst ihr über sie?
Die Bachforelle - Ein Fisch aus dem klaren Wasser
Bachforellen haben gute Augen und sehen auch im Dunkeln gut. Sie sind meistens nachts unterwegs, um Futter zu suchen. Große Bachforellen leben lieber allein und passen gut auf ihr Zuhause im Wasser auf. Wenn sie gestört werden, verstecken sie sich schnell.
Man erkennt die Bachforelle an ihrem länglichen Körper und den bunten Punkten an den Seiten – manche rot, manche schwarz. Die Farben ihres Körpers sind grünlich bis goldgelb. Sie hat sehr kleine Schuppen und eine besondere kleine Flosse auf dem Rücken, die "Fettflosse" heißt.
Bachforellen fressen kleine Tiere im Wasser, wie Insekten oder Krebse. Manche von ihnen schnappen sich sogar kleinere Fische. Wenn sie viele Bachflohkrebse fressen, wird ihr Fleisch lachsrot.
Zum Kinderkriegen – das nennt man bei Fischen „Laichen“ – schwimmen sie im Winter in kleine Seitenbäche. Die Mamas graben dort mit dem Schwanz ein Nest in den Kies und legen viele kleine Eier hinein. Die Papas kommen dazu und helfen mit. Nach ein paar Monaten schlüpfen dann die Baby-Forellen.
Bachforellen gibt es auf der ganzen Welt – sie sind auch in anderen Ländern wie den USA, Afrika oder Australien zu Hause. Am liebsten wohnen sie aber in Bächen mit kaltem Wasser und vielen Steinen, wo sie sich gut verstecken können.
Die Blindschleiche - kein Wurm, keine Schlange, sondern eine Echse
Abbildung Blindschleiche, © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Blindschleiche sieht auf den ersten Blick aus wie eine Schlange, aber sie ist eigentlich eine Echse – also mit Eidechsen verwandt. Sie hat keine Beine und bewegt sich langsam und ein bisschen steif schlängelnd.
Ein spannender Trick der Blindschleiche: Wenn sie sich bedroht fühlt, kann sie ihren Schwanz abwerfen! Der Teil zappelt dann wild herum und lenkt den Feind ab, während die Blindschleiche fliehen kann. Später wächst der Schwanz wieder nach, aber er sieht dann ein bisschen anders aus – kürzer und rundlicher.
Blindschleichen haben Augenlider, die sie schließen können – Schlangen können das nicht. Und obwohl ihr Name so klingt, sind sie nicht blind! Der Name kommt vom alten Wort „Plintslicho“, das so viel wie „glänzender Schleicher“ bedeutet – und das passt gut zu ihrem glänzenden Körper.
Sie werden bis zu 50 Zentimeter lang und sind meist braun, grau oder bronzefarben. Blindschleichen leben gern versteckt – unter Steinen, in Hecken oder Laubhaufen. Sie sind vor allem abends oder früh morgens unterwegs.
Am liebsten fressen sie Regenwürmer, Nacktschnecken und Raupen. Sie schleichen sich vorsichtig an ihre Beute heran, schnappen sie mit ihrem kleinen Maul und verschlucken sie ganz – das kann bei einem langen Wurm schon mal eine halbe Stunde dauern!
Das Eichhörnchen - flink, frech und richtig schlau!
Abbildung Eichhörnchen, © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Eichhörnchen sind flinke Kletterer mit einem langen, buschigen Schwanz. Der hilft ihnen, beim Springen von Ast zu Ast das Gleichgewicht zu halten. Ihr Fell ist meistens rot oder braun, manchmal aber auch schwarz oder gelblich. Im Winter tragen sie kleine Haarbüschel auf den Ohren – wie lustige Pinsel.
Sie leben gerne in Bäumen, klettern geschickt umher und springen mutig durch die Äste. Dabei nutzen sie ihren Schwanz wie ein Steuerruder. Eichhörnchen sehen sehr gut und haben Tasthaare, die ihnen helfen, sich im Geäst sicher zu bewegen. Am Boden sind sie vorsichtig und schauen oft, ob Gefahr droht.
Eichhörnchen sind tagsüber unterwegs. Sie schlafen in Nestern, die man Kobel nennt. Wenn es draußen stürmt oder regnet, bleiben sie auch mal ein paar Tage darin. Im Winter halten sie keinen Winterschlaf, kommen aber nur dann raus, wenn sie Futter suchen. Manchmal kuscheln sich mehrere Tiere zusammen, damit ihnen warm bleibt.
Eichhörnchen fressen Nüsse, Samen, Knospen und Beeren. Sie mögen aber auch Insekten, Schnecken, Vogel-Eier und sogar junge Vögel. Damit sie im Winter genug zu essen haben, verstecken sie ihr Futter an vielen verschiedenen Orten – zum Beispiel in Baumhöhlen, Astgabeln oder in der Erde. Sie finden nicht immer alles wieder, was sie vergraben haben. Daraus wachsen dann manchmal neue Bäume.
Zur Paarungszeit jagen die Männchen den Weibchen hinterher. Die Babys kommen nach rund 38 Tagen zur Welt – klein, nackt und blind. Die Mutter kümmert sich drei Monate lang liebevoll um sie. Danach lernen die Kleinen, selbst Futter zu finden, und verlassen das Nest.
Eichhörnchen haben viele Feinde, wie Greifvögel, Marder oder Zobel. Doch sie sind sehr flink und versuchen, sich gut zu verstecken oder schnell zu fliehen.
Der Graureiher - ein großer, schlauer Vogel
Abbildung Graureiher, © Landesforsten RLP.de / Lamour/Hansen
Der Graureiher ist einer der größten Vögel, die bei uns leben – nur der Storch ist noch größer. Seinen Namen hat er von seiner meist grauen Farbe, obwohl es auch fast weiße oder ganz dunkle Graureiher gibt. Besonders auffällig sind der lange gelb-orange Schnabel und die zwei langen, schwarzen Federn am Kopf.
Wenn ein Graureiher fliegt, zieht er den Hals ein – anders als der Storch, der ihn ausstreckt. Das sieht im Flug ganz besonders aus. Ein ausgewachsener Graureiher ist vom Schnabel bis zum Schwanz fast einen Meter lang, hat riesige Flügel mit bis zu 1,70 Metern Spannweite, wiegt aber nur etwa zwei Kilo.
Graureiher leben an Orten, wo es Wasser gibt: an Flüssen, Seen oder am Meer. Dort finden sie ihre Lieblingsspeise – Fische. Sie können sich aber auch anpassen und gehen sogar auf Felder oder Wiesen, wenn es dort viele Mäuse oder Heuschrecken gibt. Manchmal brüten sie sogar in großen Städten, wenn sie dort nicht gestört werden.
In Europa gibt es noch andere Reiherarten, zum Beispiel den seltenen Purpurreiher. Verwandte leben auch in Afrika, Asien oder Amerika. Ein Graureiher kann bis zu 24 Jahre alt werden.
Graureiher sind tagsüber unterwegs. Manche fliegen im Winter in den Süden, andere bleiben hier. Sie leben gerne mit vielen anderen Reihern zusammen in großen Kolonien. Beim Jagen sind sie aber lieber allein. Sie schleichen durch flaches Wasser oder über Wiesen und stoßen blitzschnell mit ihrem Schnabel zu, wenn sie ein Beutetier sehen.
Wenn ein Reiher nach dem Jagen ins Nest zurückkommt, bringt er als Geschenk einen Zweig mit. Erst danach darf er sich wieder zu seinem Partner setzen – ein besonderes Begrüßungsritual.
Im Frühling bauen Graureiher ihre Nester hoch oben in Bäumen. Dort legen sie drei bis fünf bläuliche Eier. Beide Eltern brüten abwechselnd. Nach etwa vier Wochen schlüpfen die Küken, die sechs bis sieben Wochen im Nest bleiben. Sie wachsen schnell und bekommen oft Hunger – alle zwei Stunden wollen sie gefüttert werden! Dafür fliegen die Eltern weite Strecken, manchmal bis zu 30 Kilometer.
Graureiher fressen nicht nur Fische, sondern auch Frösche, Insekten, Mäuse, Schlangen oder kleine Vögel. In Fischzuchtteichen kommen sie leicht an Beute – das sorgt manchmal für Ärger, denn dort können sich die Fische nicht so gut verstecken.
Wenn Graureiher sich verständigen, machen sie laute Rufe wie „Kraik“ oder „go go go“. Die Jungen in den Nestern geben ein lautes Keckern von sich. So entsteht in den Kolonien ein richtiger Lärm – besonders zur Brutzeit.
Der Luchs - die starke Waldkatze mit den Pinselohren
Abbildung Luchs © Landesforsten RLP.de / Lamour/Hansen
Der Luchs ist die größte Raubkatze Europas. Er gehört zur Familie der Katzen – genau wie Löwen, Tiger und Hauskatzen. Sein Name kommt vom griechischen Wort für "Licht" – das passt gut, denn seine Augen glänzen und funkeln besonders schön.
Diese Tiere sind gut an das Leben im Wald angepasst. Ihr Fell ist dicht und schützt sie sogar vor eisiger Kälte. Die Farbe reicht von beige bis rotbraun, mit vielen dunklen Flecken, die bei jedem Tier unterschiedlich sind. Das hilft ihnen, sich im Wald gut zu tarnen. An ihren spitzen Ohren tragen sie kleine Haarbüschel – man nennt sie „Pinselohren“. Außerdem haben sie einen kurzen Schwanz mit schwarzer Spitze und einen Backenbart, der wie eine kleine Mähne aussieht. Ihre großen, behaarten Pfoten helfen, auch im tiefen Schnee gut voranzukommen.
Die scheuen Waldkatzen leben vor allem in Nord- und Osteuropa sowie in einigen Gebieten Deutschlands, wo sie wieder angesiedelt wurden. Sie brauchen große Wälder, um ungestört leben und jagen zu können. Mit ihrem gefleckten Fell sind sie dort fast unsichtbar.
In der Dämmerung und nachts streifen die Einzelgänger durch ihre Reviere, die viele Quadratkilometer groß sein können. Sie markieren diese mit Duftspuren, damit andere Tiere wissen: Hier ist schon jemand. Zum Schlafen und Ausruhen verstecken sie sich in Höhlen oder zwischen Felsen.
Die Tiere haben sehr gute Sinne. Sie sehen im Dunkeln viel besser als Menschen und hören sogar das leiseste Rascheln. Deshalb bekommt man sie kaum zu Gesicht – sie verschwinden meist lautlos, bevor man sie bemerkt.
In der Paarungszeit im Frühjahr rufen die Männchen mit lautem Miauen oder Heulen nach einem Weibchen. Nach etwa 70 Tagen bringt das Weibchen zwei bis vier Junge zur Welt. Die kleinen Luchse sind anfangs blind, wachsen aber schnell heran. Nach einem Jahr verlassen sie ihre Mutter und suchen ein eigenes Revier.
Zum Jagen schleichen sie sich lautlos an ihre Beute heran und springen sie dann blitzschnell an. Mit ihren kräftigen Pfoten halten sie das Tier fest und töten es mit einem gezielten Biss. Gefressen wird im Versteck, oft über mehrere Tage. Wenn der erste Angriff misslingt, lassen sie das Tier laufen und suchen ein neues.
Auf dem Speiseplan stehen Mäuse, Hasen, Rehe und sogar Hirsche – je nachdem, was sie gerade finden. Ein Tier frisst etwa zehn Kilogramm Fleisch pro Woche – das entspricht ungefähr einem Reh.
Heute ist der größte Feind dieser scheuen Jäger der Mensch. Lange Zeit wurden sie gejagt und waren in vielen Ländern verschwunden. Inzwischen schützt man sie und hilft, dass sie sich wieder ausbreiten können. Damit sie überleben können, brauchen sie aber Ruhe, Schutz und genügend Platz.
Die rote Waldameise - kleine Tiere mit großem Teamgeist
Abbildung Rote Waldameise, © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Ameisen gehören zu den Insekten und sind echte Meister im Zusammenleben. Sie leben nicht allein, sondern in riesigen Gruppen, die man Ameisenstaat nennt. In einem solchen Staat gibt es manchmal Hunderttausende Tiere, die alle zusammenarbeiten und verschiedene Aufgaben haben.
Die meisten Ameisen sind sogenannte Arbeiterinnen. Sie bauen das Nest, holen Futter, kümmern sich um die Jungen und verteidigen das Zuhause. Jede hat eine bestimmte Aufgabe. Manche sind Soldatinnen, andere Ammen oder Futtersucherinnen. Die Königin ist die einzige, die Eier legt. Ihre Aufgabe ist es, für Nachwuchs zu sorgen.
Ameisen bauen ihre Nester im Boden oder in Bäumen. In Wäldern errichten sie große Ameisenhaufen aus Erde und Nadeln, damit ihre Jungen schön warm und sicher bleiben. In einem Nest gibt es viele Kammern und Gänge.
Die Tiere sind sehr stark – sie können das 30-fache ihres eigenen Gewichts tragen! Zur Orientierung nutzen sie vor allem ihren Geruchssinn. Mit ihren Fühlern riechen sie, wo der Weg langgeht, denn sie hinterlassen Duftspuren, denen sie und ihre Freundinnen folgen können. So finden sie immer wieder zum Nest zurück.
Ameisen gibt es fast überall auf der Welt – in Wäldern, auf Wiesen, in Wüsten und sogar im Hochgebirge. Bei uns ist die Große Rote Waldameise besonders bekannt. Weltweit gibt es etwa 10.000 Arten.
Die kleinen Krabbler fressen viele verschiedene Dinge: Pflanzensäfte, Früchte, Samen und auch andere Insekten. Einige Arten „melken“ sogar Blattläuse und sammeln den süßen Saft, den sie ausscheiden – das nennt man Honigtau.
Zur Fortpflanzung fliegen die jungen Königinnen und Männchen im Sommer in die Luft – das ist der Hochzeitsflug. Danach gräbt sich die begattete Königin ein, legt Eier und gründet einen neuen Staat. Aus den Eiern schlüpfen zuerst Larven, später erwachsene Tiere.
Ameisen haben auch Feinde. Spechte, Dachse oder Insekten wie der Ameisenlöwe fressen sie. Wenn sie sich wehren müssen, beißen sie und verspritzen Ameisensäure – das kann auf der Haut ganz schön brennen.
Auch wenn sie klein sind, sind Ameisen echte Teamarbeiter. Ohne ihre Zusammenarbeit wären sie nicht so erfolgreich – und genau das macht sie zu einem der faszinierendsten Tiere der Welt.
Das Wildschwein - stark, schlau und heimlich unterwegs
Abbildung Wildschwein, © Landesforsten RLP.de / Lamour/Hansen
Wildschweine gehören zu den größten Tieren, die bei uns noch in freier Natur leben. Sie sind aber schwer zu entdecken, weil sie sich gut im Wald und im Dickicht verstecken können. Ihr Körper ist kräftig und mit dunklen Borsten bedeckt. Der Kopf ist lang und endet in einer rüsselartigen Schnauze. Die Männchen – auch Keiler genannt – erkennt man an den langen, scharfen Eckzähnen, die aus dem Maul ragen. Weibliche Tiere heißen Bachen. Die Jungen nennt man Frischlinge. Sie tragen zur Geburt ein gestreiftes Fell, das sie gut tarnt.
Die Tiere können sehr groß und schwer werden, bis zu einem Meter hoch und 200 Kilogramm schwer. Sie leben in Gruppen, die „Rotten“ genannt werden, und streifen auf der Suche nach Futter durch Wälder, Sümpfe, Wiesen und sogar durch Gebirge. Hauptsache, sie finden genug Verstecke und Wasser.
Wildschweine sind sehr gute Läufer und Schwimmer. Sie haben ein ausgezeichnetes Gehör und eine feine Nase – damit können sie sogar Trüffelpilze im Boden erschnüffeln. Auf ihren Touren legen sie manchmal über 20 Kilometer zurück. Bei Gefahr schnauben sie laut oder grunzen, um sich zu verständigen. Kleine Frischlinge quieken, wenn ihnen etwas nicht gefällt.
Im Herbst und Winter fressen sie Eicheln, Kastanien und Nüsse. Im Frühling und Sommer stehen Kräuter, Wurzeln und Insekten auf dem Speiseplan. Sie sind nicht wählerisch und fressen fast alles – auch Pilze, kleine Tiere oder Aas.
Zur Paarungszeit im Herbst schließen sich die Keiler den Rotten an und kämpfen manchmal um die Weibchen. Nach etwa vier Monaten bringt die Bache an einem geschützten Ort drei bis zwölf Frischlinge zur Welt. Diese sind bei der Geburt schon behaart und können sehen. Nach etwa vier Monaten verlieren sie ihre Streifen.
Obwohl sie groß und kräftig sind, haben Wildschweine kaum noch natürliche Feinde. Wölfe, Bären und Luchse gibt es nur noch selten. Die größte Gefahr ist heute der Mensch – durch Straßen, Jagd und den Verlust ihres Lebensraums.
Die europäische Äsche - ein Fisch mit einer großen Rückenflosse
Die Europäische Äsche ist ein Fisch, der in Flüssen und Seen in Europa lebt. Sie gehört zur Familie der Lachsfische. Besonders auffällig ist ihre große, bunte Rückenflosse – sie sieht aus wie ein kleines Segel. Die Äsche ist ein sogenannter Friedfisch, das heißt, sie frisst keine anderen Fische, sondern vor allem kleine Tiere wie Insekten, Würmer, Schnecken und winzige Krebse.
Ihr Körper ist lang und schlank. Auf der silbrig glänzenden Seite schimmert sie wie eine Perle. Der Rücken ist grau-grün mit dunklen Streifen, der Bauch ist weiß. Die Augen sind birnenförmig und laufen vorne spitz zu. Männchen haben eine besonders große Rückenflosse – sie wird auch „Äschenfahne“ genannt.
Eine besondere Eigenschaft der Äsche ist, dass sie bei Gefahr nicht wegläuft oder sich versteckt. Deshalb ist sie eine leichte Beute für andere Fische und auch für Angler.
Im Frühling, zwischen März und April, ist Laichzeit. Dann versammeln sich viele Äschen in Flüssen mit starker Strömung. Die Männchen kämpfen um den besten Platz. Das Weibchen legt dort in eine kleine Mulde im Kies bis zu 5.000 Eier. Diese werden vom Männchen befruchtet und gut bewacht. Nach etwa drei bis vier Wochen schlüpfen die kleinen Fische und verstecken sich am Ufer.
Die jungen Äschen wachsen langsam heran und können ab etwa drei Jahren selbst für Nachwuchs sorgen. In freier Natur werden sie meist 35 bis 40 Zentimeter lang, in besonders guten Gewässern auch größer.
Der Bachflohkrebs - ein wichtiger Teil unseres Ökosystems
Der Bachflohkrebs ist ein kleines Tier, das in sauberen Bächen lebt. Wenn viele Bachflohkrebse in einem Bach sind, ist das ein Zeichen dafür, dass das Wasser sauber und gesund ist. Man kann die kleinen Tiere leicht finden, wenn man einen Stein oder ein Blatt im Wasser bewegt. Sie sehen aus wie kleine Ritter mit einer harten Schale und haben viele Beine und Antennen.
Bachflohkrebse sind wichtig für das Ökosystem, weil sie totes Blattmaterial fressen und damit helfen, das Wasser sauber zu halten. Viele andere Tiere, wie die Wasseramsel, fressen Bachflohkrebse. Die kleinen Krebse sind auch sehr empfindlich, wenn das Wasser schmutzig wird, zum Beispiel durch Pestizide oder Abwasser. Deshalb werden sie benutzt, um die Wasserqualität zu testen.
Die kleinen Bachflohkrebse haben eine kurze Lebenszeit und kommen schon nach ein paar Monaten zur Welt. Sie paaren sich nach einer bestimmten Zeit, und die Jungen schlüpfen aus Eiern, die im Bauch der Mutter wachsen. Sie fressen hauptsächlich abgestorbene Blätter und helfen dabei, das Wasser sauber zu halten.
In den letzten Jahren sind durch den Menschen viele neue Flohkrebsarten in unsere Gewässer gekommen, zum Beispiel durch Schiffe. Das ist manchmal nicht gut, weil sie die einheimischen Arten verdrängen könnten. Deshalb ist es wichtig, beim Bootfahren vorsichtig zu sein, damit keine Flohkrebse in andere Gewässer gelangen.
Kurz gesagt: Bachflohkrebse sind kleine, nützliche Tiere, die zeigen, ob das Wasser sauber ist, und sie sind ein wichtiger Teil unseres Ökosystems.
Pro Natura wählt den Bachflohkrebs zum Tier des Jahres!
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