Wie kam es zu diesem Projekt?
Die ursprünglichen Mähwiesen unterlagen einer fortschreitenden Sukzession (,,Verbuschung“), aufgrund des zunehmenden Rückzugs der Landwirtschaft im Leinbachal. Aus diesem Grund gab es damals einen Antrag auf ein Konzept zur Offenhaltung des Tals. Ein Beweidungsprojekt mit Gallowayrindern schuf Abhilfe. Die Rinder grasten die Weiden regelmäßig ab und lockerten den Boden auf.
Die Bewirtschaftung als Weideflächen verhindert eine zunehmende Sukzession und negative Auswirkungen auf den Biotop- und Artenschutz. Zudem sind die Grünflächen im Leinbachtal überwiegend wechselfeuchtes Grünland und Feucht- bzw. Nasswiesen. Aus naturschutzfachlicher Sicht sind diese von großer Bedeutung. Eher selten sind magere bodensaure Glatthaferwiesen zu finden.
Im Jahr 2008 zog sich der Halter der Gallowayrinder aus dem Tal zurück, wodurch es zu einer Unterbrechung der Beweidung um zwei Jahre kam. Dies hatte zur Folge, dass bereits gepflegte Bereiche in Brachestadien zurückfielen.
Zwei Jahre später fanden sich zwei Nutzer aus Hochspeyer und Waldleiningen, welche die Beweidung fortführten. Seither werden die Talauen, mit insgesamt sechs Teilflächen, sowohl mit Haflingerpferden als auch schottischen Hochlandrindern bewirtschaftet.
Projektträger: Naturpark Pfälzerwald im Bezirksverband Pfalz
Projektpartner: Kreisverwaltung Kaiserslautern (Untere Naturschutzbehörde, Ortsgemeinde Waldleiningen, Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, Landesforsten (Forstamt Kaiserslautern)