In Deutschland wird der Wald nachhaltig genutzt. Das bedeutet: Es wird nur so viel Holz entnommen, wie auch wieder nachwachsen kann, damit auch zukünftige Generationen einen gesunden Wald erleben können.
Bei der Holzernte wird der Wald möglichst schonend behandelt: Es werden keine künstlichen Dünger verwendet, und auch Pflanzenschutzmittel kommen kaum zum Einsatz. So bleibt der Boden gesund und die Natur wird geschont.
Die moderne Forstwirtschaft achtet darauf, dass es in unseren Wäldern nicht nur eine Baumart gibt. Statt große Flächen mit nur Fichten oder Kiefern zu bepflanzen, werden heute artenreiche Mischwälder gefördert – mit Buchen, Eichen und vielen anderen Baumarten. Der Anteil an Laubbäumen ist in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen.
Außerdem ist der Wald mehr als nur Holzlieferant: Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Ort für Erholung, natürlicher Wasserspeicher und Klimaschützer. Deshalb müssen alle Maßnahmen im Wald gut überlegt sein und Natur, Nutzung und Erholung miteinander in Einklang bringen.
Damit das gelingt, wird der Zustand des Waldes regelmäßig genau untersucht und dokumentiert. Fachleute messen zum Beispiel, wie viel Holz im Wald steht, wie gesund die Bäume sind und welche Tiere und Pflanzen dort vorkommen. Dieses Wissen hilft, den Wald gut und verantwortungsvoll zu planen und zu pflegen.
Auch die Nutzung von heimischem Holz trägt zum Naturschutz bei – denn es ist ein umweltfreundlicher, nachwachsender Rohstoff. Wenn wir Holz aus unserer Region nutzen, müssen wir weniger aus Ländern mit Raubbau an Wäldern importieren.