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Station 6: Wasser als Transportmittel - Die Trift

CC by Ivonne Christmann
Was ist eine Triftanlage und warum wurde die Holztrift betrieben?

Der schwimmende Transport von Scheitholz einer Länge von etwa einem Meter bis maximal 1,75 Metern entlang von Fließgewässern wird im Allgemeinen als Trift bezeichnet. Im 19. Jahrhundert wurde der Leinbach von Waldleiningen an bis zur Mündung in den Hochspeyer-bach zur Holztrift ausgebaut. Dabei dienten mehrere Wooge, auch Triftklausen genannt, der Speicherung und Abgabe von Wasser in Zeiten geringer natürlicher Zuflüsse. Im unteren Abschnitt des Leinbachs befinden sich insgesamt drei solcher Anlagen (oberer, mittlerer und unterer Biedenbacher Woog). Davon wird der untere Woog heute noch unter diesem Namen geführt.

 

Das Scheitholz diente als Brennholz, das aus den Waldgebieten häufig zu weiter entfernten Siedlungsschwerpunkten und Produktionsstätten transportiert wurde. Ziele dieses Transports waren vor allem die am östlichen Rand des Pfälzerwaldes gelegenen Städte wie Bad Dürkheim, Neustadt, Landau und die zur Pfalz gehörenden Städte am Rhein (Frankenthal, Speyer, Mannheim).

 

Im Gegensatz zur Flößerei erfolgte das Triften von Scheitholz auf sehr kleinen Bächen. Dazu mussten diese meistens ausgebaut sowie Böschungen und Sohle auf längeren Strecken befestigt werden. War die Wasserführung für den Transport des Holzes in den Bächen nicht ausreichend, wurden Wooge bzw. Klausen angelegt, aus denen bei Bedarf Wasser abgegeben werden konnte. Zusätzlich wurden Zwischenlagerplätze benötigt, von wo der Einwurf des Holzes erfolgte. Triftknechte begleiteten das schwimmende Holz, um eventuelle Hindernisse zu beseitigen.

 

 

Geschichte des Trifthandwerks im Leinbachtal

Station-6-Wasserforscherpfad-Karte
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