Station 6: Vegetation und Pilze
Allgemeine Infos
Die verschiedenen Vegetationsformen, wie z.B. Bäume, Farne, krautige Pflanzen sowie auch die Pilze, sind ein wichtiger Bestandteil des Waldes. Sie haben alle unterschiedliche Funktionen, Erscheinungen, Verwendungszwecke und kommen in unterschiedlichen Umgebungen vor. Entdecke die Vielfalt der Vegetation und der Pilze!
Sträucher
Heidelbeere
Abbildung Heidelbeere © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Wilde Heidelbeeren wachsen in Wäldern in Europa und Asien. Sie sind kleine Sträucher, die nur 10 bis 60 Zentimeter hoch werden und bis zu 30 Jahre alt werden können. Eine einzelne Heidelbeerpflanze kann so groß sein, dass sie einen ganzen Waldboden bedeckt! Die wilden Heidelbeeren werden selten verkauft, weil sie schwer zu sammeln sind. Stattdessen gibt es in Geschäften meistens gezüchtete Heidelbeeren, die in Plantagen angebaut werden. Diese sind größer und wachsen in Trauben an den Pflanzen.
Beim Sammeln der wilden Heidelbeeren ist Vorsicht geboten, weil es dort auch eine andere Heidelbeere gibt, die Moor-Heidelbeere heißt. Diese kann giftig sein, wenn sie mit einem bestimmten Pilz zusammen ist. Deshalb sollte man beim Sammeln genau schauen, welche Beeren man nimmt.
Heidelbeeren blühen im Frühling und werden im Sommer geerntet. Sie sind leicht zerquetschbar, also sollte man sie vorsichtig transportieren und lagern. Man kann sie im Kühlschrank ein paar Tage aufbewahren oder einfrieren, dann sind sie aber eher püriert zu verwenden.
Wenn man Heidelbeeren isst, färben sie Zunge und Zähne blau – das liegt an besonderen Pflanzenstoffen, die auch gut für die Gesundheit sind. Damit die Heidelbeeren gut wachsen können, brauchen sie eine Partnerschaft mit einem Pilz, der ihnen hilft, Nährstoffe zu bekommen. Beide, die Pflanze und der Pilz, profitieren voneinander und leben zusammen.
Besenginster
Abbildung Besenginster, © Landesforsten RLP.de / Siegfried Weiter
Der Besenginster ist ein Strauch mit vielen dünnen, grünen Zweigen, der bis zu zwei Meter hoch werden kann. Er wächst gerne an Waldrändern, auf Wiesen oder an Wegen – besonders dort, wo es sonnig, trocken und der Boden eher sandig ist.
Im Frühling bekommt der Besenginster viele gelbe Blüten, die gut riechen, aber keinen Nektar haben. Hummeln, Bienen und viele Schmetterlinge mögen ihn trotzdem, weil sie dort Pollen oder Futter für ihre Raupen finden.
Die schwarzen Schoten vom Besenginster springen bei Sonnenschein auf und schleudern die Samen weit weg – so kann er sich selbst vermehren. Auch Ameisen helfen mit, die Samen zu verbreiten.
Weil seine Zweige früher zu Besen gebunden wurden, nennt man ihn „Besenginster“. Und obwohl er giftig für Menschen ist, fressen Hasen und Rehe im Winter gerne seine Zweige.
Preiselbeere

Abbildung Preiselbeere, Erik_Karits by pixabay
Die Preiselbeere ist eine kleine, immergrüne Pflanze, die wie ein kleiner Busch aussieht. Sie wächst meistens in Wäldern und auf sauren, armen Böden. Die Pflanze ist etwa 10 bis 40 Zentimeter hoch und hat weiche, behaarte Blätter, die dunkelgrün sind. Im Frühling und Sommer blüht sie mit kleinen weißen oder manchmal leicht rötlichen Blüten, die nach ein paar Wochen zu roten Beeren werden.
Die Beeren sind klein, rund und leuchten schön rot. Sie schmecken ein bisschen sauer und bitter. Im Herbst sind die Beeren reif und können geerntet werden. Viele Tiere, wie Vögel, fressen die roten Beeren und helfen so, die Pflanze zu verbreiten.
Die Preiselbeere wächst in kalten Gegenden, sogar in der Arktis, wo es sehr kalt werden kann. Sie mag es sonnig und wächst gern auf sauren Böden, zum Beispiel in Mooren oder in den Bergen. In der Küche werden die Beeren oft zu Marmelade oder Kompott gemacht, weil sie sehr sauer sind. Manchmal werden sie auch zu Wildgerichten serviert.
Die Pflanze ist auch in der Medizin bekannt und bei Krankheiten. Sie ist eine wichtige Pflanze in der Natur und wächst in vielen Ländern auf der ganzen Welt.
Besenheide
Abbildung Besenheide © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Wie sieht die Besenheide aus?
Die Besenheide ist ein kleiner Strauch, der das ganze Jahr über grün bleibt. Ihre Blätter sind winzig und schuppenartig. Die Blüten leuchten meist in rosa oder lila, es gibt aber auch viele andere Farben.Wie groß und alt wird sie?
Sie kann bis zu 1 Meter hoch werden. Manche Pflanzen können bis zu 40 Jahre alt werden!Wann blüht die Besenheide?
Sie blüht von Spätsommer bis Herbst, also etwa von Juli bis Oktober.Wo wächst sie?
Die Besenheide wächst in Europa, vor allem in Nord- und Mitteleuropa. Auch in Kanada gibt es sie mittlerweile.Was mag sie gern?
Sie liebt viel Sonne, kann aber auch ein bisschen Schatten vertragen. Der Boden muss sandig, locker und leicht feucht sein. Sie mag keinen Kalk und wächst nur auf sauren Böden.Warum ist sie für Bienen wichtig?
Die Besenheide ist eine tolle Bienenweide, weil sie viel Nektar produziert. Daraus machen die Bienen den leckeren Heidehonig.⚠️ Achtung, geschützt!
In Deutschland ist die Besenheide vom Aussterben bedroht. Deshalb steht sie auf der Roten Liste und ist streng geschützt. Man darf sie nicht einfach ausgraben oder pflücken.
Pilze
Maronen Röhrling
Abbildung Maronenröhrling © Landesforsten RLP.de / Lamour/Hansen
Der Maronenröhrling ist ein beliebter Speisepilz, den man oft im Wald findet – besonders von Juli bis Oktober. Er hat einen braunen, runden Hut, der sich später wie ein Kissen wölbt, und einen hellbraunen Stiel. Wenn man ihn anschneidet oder drückt, färbt sich das Innere bläulich, verblasst aber nach einer Weile wieder.
Am liebsten wächst er in Nadelwäldern, manchmal aber auch unter Buchen oder Eichen. Er riecht angenehm und schmeckt mild – aber nur gekocht, denn roh ist er giftig!
Größe: Hut 4 – 12 cm
Höhe: Stiel 4 -10 cm lang
Der Maronenröhrling sieht ein bisschen aus wie der Steinpilz, ist aber leicht zu erkennen, wenn man ihn genau anschaut. Manche Pilze, die ähnlich aussehen, können ungesund sein – deshalb immer aufpassen beim Sammeln!
Nebelgrauer Trichterling
Abbildung Nebelgrauer Trichterling, by Pixabay jggrz
Der Nebelgraue Trichterling ist ein Pilz, den man nicht essen sollte. Er sieht grau oder weißgrau aus und hat einen festen Hut und Stiel. Seine Lamellen sind hell und sitzen dicht beieinander. Man findet ihn oft im Herbst im Wald, manchmal wachsen viele davon im Kreis – das nennt man einen Hexenring.
Der Pilz riecht nicht gut – eher wie starkes Parfüm – und schmeckt mehlig und unangenehm.
Früher dachten manche Leute, dass man ihn essen kann, aber heute weiß man, dass er Magenweh machen kann und Stoffe enthält, die dem Körper schaden. Deshalb sagen Fachleute: Lieber nicht essen!
Es gibt essbare Pilze, die ähnlich aussehen, zum Beispiel der Mönchskopf oder der Violette Rötelritterling – aber man muss sehr gut aufpassen und sich auskennen.
Steinpilz
Abbildung Steinpilz, © Nationalpark Hunsrück-Hochwald / Konrad Funk
Der Steinpilz – auch Edelpilz oder Herrenpilz genannt – ist ein sehr beliebter Speisepilz, den man essen kann. Sein lateinischer Name ist Boletus edulis.
Er wächst in Wäldern – sowohl bei Nadelbäumen (z. B. Fichte) als auch bei Laubbäumen (z. B. Eiche oder Buche). Man findet ihn im Sommer und Herbst, am liebsten wenn es feucht ist.
Der Steinpilz hat einen braunen Hut, der bei jungen Pilzen wie eine Kugel aussieht und später eher flach wird. Unten am Hut hat er feine Röhren – wie ein Schwamm. Sein Stiel ist dick, hellbraun und mit einem Netzmuster überzogen.
Er riecht angenehm und schmeckt mild und nussig. Man kann ihn braten, kochen, trocknen oder roh essen.
Der Steinpilz wächst nicht in Zuchtbetrieben, deshalb muss man ihn im Wald sammeln. Er ist sehr wertvoll – manchmal kostet ein Kilo bis zu 50 Euro!
Man muss aufpassen: Es gibt einen ähnlichen Pilz, den Gallenröhrling. Der ist nicht giftig, schmeckt aber so bitter, dass man ihn nicht essen möchte.
Stinkmorchel
Abbildung Stinkmorschel, © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Stinkmorchel ist ein Pilz mit einem lustigen Namen – aber sie riecht wirklich sehr unangenehm, fast wie verfaultes Fleisch! Deshalb riecht man sie oft, bevor man sie sieht.
Sie wächst von Juni bis Oktober in Laub- und Nadelwäldern und ist dort sehr häufig, außer oben im Gebirge. Sie wird 8 bis 12 cm hoch und hat einen weißen, schlanken Körper mit einer grünlichen Spitze. Diese Spitze ist sehr glitschig und riecht streng – das lockt Fliegen an. Die Fliegen fressen davon und helfen so, die Pilzsporen im Wald zu verbreiten.
Die Stinkmorchel wächst zuerst als sogenanntes Hexenei – das sieht ein bisschen aus wie ein rundes Ei im Boden. Aus diesem „Ei“ wächst dann der lange Pilzkörper.
Wichtig zu wissen:
Wenn der Pilz ganz ausgewachsen ist, kann man ihn wegen des schlimmen Geruchs nicht essen.
Fliegenpilz
Abbildung Fliegenpilz © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Der Fliegenpilz ist ein sehr bekannter Pilz – viele Kinder kennen ihn aus Büchern und Märchen, denn er sieht wunderschön aus: Er hat einen leuchtend roten Hut mit weißen Punkten!
Er wächst im Sommer und Herbst, vor allem in Laub- und Nadelwäldern, oft bei Birken oder Fichten, manchmal auch im Gras. Man findet ihn fast überall auf der Nordhalbkugel.
Der Pilz wird 6 bis 15 cm breit, und sein Stiel kann bis zu 20 cm hoch sein. Der Stiel ist weiß und hat einen Ring und eine dicke Knolle an der Wurzel. Die Lamellen unter dem Hut sind weiß und dicht nebeneinander.
Aber Achtung:
So schön der Fliegenpilz aussieht – er ist sehr giftig! Wenn man ihn isst, kann man sich sehr schlecht fühlen, zum Beispiel Bauchschmerzen, Erbrechen oder sogar Halluzinationen bekommen. Deshalb: Nicht essen!
Junge Fliegenpilze sehen manchmal aus wie andere Pilze, z. B. Stäublinge oder sogar Kaiserlinge – deshalb sollte man beim Pilzesammeln immer sehr vorsichtig sein!
Grüner Knollenblätterpilz

Abbildung Grüner Knollenblätterpilz, by Pixabay Steinchen
Der Grüne Knollenblätterpilz ist sehr gefährlich – er ist tödlich giftig und darf niemals gegessen werden!
Er wächst im Sommer und Herbst, meistens in Eichenwäldern, manchmal auch bei Buchen, Hainbuchen oder Fichten. Man findet ihn in vielen Gegenden Europas.
Größe: Der Hut wird 5 bis 15 cm breit, und der Pilz kann bis zu 18 cm hoch werden.
Der Pilz hat einen grünlich-oliven Hut, der glatt und glänzend ist. Er sieht aus, als würde er aus einem Ei schlüpfen, denn er wächst aus einer weißen Hülle. Die Lamellen sind weiß, genau wie der Stiel, der unten eine weiße, lappige Hülle hat, die oft im Boden versteckt ist.
Wenn er jung ist, riecht er leicht nach Honig, wenn er älter ist, riecht er unangenehm, fast wie verfaultes Fleisch.
Ganz wichtig:
Der Grüne Knollenblätterpilz sieht harmlos und schön aus, wird aber schnell mit essbaren Pilzen verwechselt, zum Beispiel mit Täublingen oder Grünlingen. Schon ein kleines Stück davon kann tödlich sein. Deshalb darf man auf keinen Fall am Pilz kosten oder ihn probieren!
Ein anderer Name für ihn ist "Todeshut" – das zeigt schon, wie gefährlich er ist.
Bäume
Im Leinbachtal wachsen viele verschiedene Bäume. Jeder Baum sieht ein bisschen anders aus und hat besondere Eigenschaften. Hier sind ein paar davon:
🍃 Birke
Abbild Birkenrinde © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Abbildung Birkenzweig © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Birke hat eine weiße Rinde, die sich manchmal abpellt wie Papier. Ihre Blätter sind klein und dreieckig. Sie liebt viel Licht und sieht richtig freundlich aus.
🌳 Buche
Abbildung Buche © Landesforsten RLP.de / Lamour/Hansen
Die Buche hat glatte, graue Rinde und runde, grüne Blätter. Ihre Früchte heißen Bucheckern – die essen gerne die Tiere im Wald.
🌰 Edelkastanie
Abbildung Edelkastanie © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Edelkastanie trägt im Herbst leckere Maronen. Ihre Blätter sind lang und gezackt. Sie mag es gerne warm und sonnig.
🌳 Eiche
Abbildung Eiche © Landesforsten RLP.de / Sebastian Heinrich
Die Eiche ist ein sehr starker und alter Baum. Ihre Blätter sind bauchig geformt und sie trägt Eicheln, die viele Tiere mögen – vor allem Wildschweine!
🌲 Kiefer
Abbildung Wald-Kiefer © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Wald-Kiefer ist ein Nadelbaum. Sie hat lange, dünne Nadeln und Zapfen. Sie bleibt im Winter immer grün.
🍂 Lärche
Abbildung Lärche © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Lärche ist etwas Besonderes: Sie ist ein Nadelbaum, aber ihre Nadeln fallen im Herbst ab! Im Frühling wachsen dann wieder neue, weiche Nadeln.
🌲 Tanne
Abbildung Tanne © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Die Tanne hat dunkelgrüne, weiche Nadeln, die nicht pieksen. Sie bekommt große Zapfen, die nach oben wachsen. Sie bleibt das ganze Jahr über grün.
All diese Bäume zusammen machen den Wald im Leinbachtal lebendig und spannend. Viele Tiere wohnen hier und fühlen sich wohl unter den Blättern und Nadeln. 🐿️🍂🦉
Farne
Abbildung Farne © Landesforsten RLP.de / Jonathan Fieber
Der Königsfarn
Der Königsfarn wächst gerne an nassen und feuchten Orten, zum Beispiel an Waldrändern, in Mooren oder an kleinen Gräben. Er kann ganz schön groß werden: seine Blätter – man nennt sie Wedel – können über einen Meter lang sein!
Die grünen Wedel helfen der Pflanze beim Fotosynthese machen, also beim Umwandeln von Sonnenlicht in Energie. In der Mitte der Pflanze wachsen im Sommer besondere Wedel mit Sporen. Mit diesen Sporen vermehrt sich der Farn. Im Herbst werden die Blätter gelb und im Winter fallen sie ab. Im Frühling rollen sich neue Wedel langsam auf – das sieht richtig spannend aus!
Der Rippenfarn
Der Rippenfarn bleibt kleiner als der Königsfarn. Seine Wedel wachsen in einer Rosette – das ist wie ein kleiner grüner Kreis auf dem Boden.
Er hat zwei Arten von Blättern:
Außen wachsen lange grüne Wedel, die keine Sporen tragen.
In der Mitte stehen schmalere Wedel aufrecht, auf denen sich von Juli bis September die Sporen bilden.
Der Rippenfarn liebt schattige Plätze im Wald, wo es feucht ist und der Boden locker und humusreich ist. Er bleibt im Winter grün.
Beide Farne sind in unseren Wäldern zu finden – sie helfen mit, dass der Boden gesund und feucht bleibt!
Moos
Abbildung Moos © Landesforsten RLP.de / Gerhard Hänsel
Im Leinbachtal gibt es zwei ganz besondere Moose: das Frauenhaarmoos und das Weißmoos. Beide lieben feuchte Orte und wachsen in Wäldern, Mooren oder an Gewässern.
Frauenhaarmoos
Das Frauenhaarmoos hat eine dunkelgrüne Farbe und sieht aus wie ein Teppich aus kleinen Sternen. Seine Stängel stehen aufrecht und werden an manchen Stellen ziemlich hoch. Die Blätter sind lang und spitz.
Es zeigt an, dass sich in der Nähe ein Moor bildet – das ist ein besonderer, nasser Lebensraum im Wald.
Weißmoos
Das Weißmoos sieht je nach Wetter ganz unterschiedlich aus:
Wenn es nass ist, leuchtet es hellgrün.
Wenn es trocken ist, wird es weißlich.
Es wächst wie ein kleines, rundes Kissen auf dem Waldboden und kann etwa 10 bis 20 Zentimeter hoch werden. Man nennt es auch Ordenskissenmoos, weil es aussieht wie ein rundes Abzeichen.
Weißmoos wächst besonders gern auf sauren Böden im Wald, auf Totholz, Torf oder Steinen.
Weil es so hübsch aussieht, wird es manchmal sogar zur Dekoration verwendet – aber natürlich darf man es nicht einfach pflücken, denn Moose sind wichtige Pflanzen für die Natur!
Kräuter
Lanzettblättrige Glockenblume
Abbildung Lanzettblättrige Glockenblume, by pixabay cocoparisienne
Wo sie wächst: Vor allem im Pfälzer Wald und im Taunus, nur selten außerhalb Deutschlands.
Besonderheit: Sie ist sehr selten und darf nicht gepflückt werden.
Aussehen: Wird bis zu 86 cm hoch. Ihre Blätter sind schmal wie eine Lanze. Die Blüten sind lila oder hellblau und haben vier Blütenblätter.
Nützlichkeit: Bienen lieben sie, weil sie viel Nektar und Pollen liefert.
Blütezeit: Juli bis September.
Echtes Mädesüß
Abbildung Mädesüß, by pixabay jhenning
Aussehen: Hat rötliche Stängel, viele weiße, gut duftende Blüten und erinnert mit den Blättern an Ulmen.
Wo sie wächst: Auf feuchten Wiesen und an Bächen.
Besonderheit: Ihre Blüten riechen nach Honig oder Mandeln.
Nützlichkeit: Blüten werden für Tee und Süßspeisen verwendet. Sie helfen bei Erkältungen.
Drachenwurz / Sumpf-Calla
Abbildung Drachenwurz/Sumpf-Calla, by Pixabay kcssm
Aussehen: Große, grüne Blätter, weiße Blütenhülle mit einem gelben Kolben in der Mitte. Wird bis zu 50 cm hoch.
Wo sie wächst: In Sümpfen und an sehr feuchten Stellen.
Besonderheit: Hat dicke unterirdische Wurzeln (Rhizome) und wurde zur Blume des Jahres 1988 gewählt.
Frucht: Trägt rote Beeren im Spätsommer.
Sumpf-Blutauge
Abbildung Sumpf-Blutauge, by pixabay Astaldis
Aussehen: Kriechende Pflanze mit violett bis rotbraunen Blüten. Blätter sehen aus wie Finger.
Wo sie wächst: In Mooren und Sümpfen, auch am Wasser.
Besonderheit: Wächst langsam und bildet mit der Zeit größere Pflanzenteppiche.
Nützlichkeit: Wichtige Pflanze für Insekten, z. B. als Futter für Raupen.
Gefährdung: Steht in vielen Ländern unter Schutz.
Fieberklee
Abbildung Fieberklee, by pixabay alsen
Wie sieht Fieberklee aus?
Der Fieberklee ist eine kleine Pflanze, die 15 bis 30 cm hoch wird. Er wächst am Teichrand und bildet mit der Zeit einen dichten, grünen Teppich.Wie sind die Blätter?
Die grünen Blätter bestehen immer aus drei Teilen – deshalb erinnert er ein bisschen an Klee. Sie sind oval geformt.Wie sehen die Blüten aus?
Von Mai bis Juni blüht der Fieberklee. Dann zeigt er zarte, weiße oder rosafarbene Blüten, die wie kleine Sterne aussehen. Innen sind sie leicht behaart, und die Blütenblätter sehen ein bisschen ausgefranst aus.Was passiert nach der Blüte?
Danach wachsen runde Samenkapseln, die im Wasser treiben und sich so verbreiten können. Erst sind sie grün, später werden sie braun.Wo fühlt sich Fieberklee wohl?
Er mag feuchte, humusreiche Erde, die kalkarm ist. Am besten wächst er an halbsonnigen bis schattigen Stellen. Er mag es, wenn seine Wurzeln im Wasser oder im Moorboden stehen – aber das Wasser sollte nicht tiefer als 20 cm sein.⚠️ Wichtig zu wissen:
Fieberklee ist bei uns selten geworden. Er steht unter Naturschutz. Das heißt: Man darf ihn nicht aus der Natur pflücken oder ausgraben.
Sumpfdotterblume
Abbildung Sumpfdotterblume, by pixabay Nennieeinszweidrei
Aussehen: Die Sumpfdotterblume hat leuchtend gelbe Blüten und wird etwa 15 bis 30 cm hoch.
Blütezeit: Sie blüht im Frühling von April bis Mai. Manchmal zeigt sie sich ein zweites Mal im Spätsommer.
Standort: Sie liebt sonnige oder halbschattige Plätze, zum Beispiel an Bachufern oder Teichen. Ihre Wurzeln mögen es nass – sie dürfen aber nicht tiefer als 10 cm im Wasser stehen.
Boden: Sie wächst am besten in feuchtem, nährstoffreichem Boden mit viel Humus.
Pflege: Im Garten braucht sie nur gegossen werden, wenn sie im Beet steht (nicht im Teich). Düngen muss man sie nicht. Verwelkte Blüten kann man nach der Blüte abschneiden.
Winter: Sie ist sehr winterhart – sie übersteht sogar Temperaturen bis -45 °C!
Vermehrung: Neue Pflanzen entstehen durch Samen, kleine Ableger oder durch Teilung der Pflanze.
Besonderheit: Obwohl sie schön aussieht, ist sie giftig. Sie wurde früher in der Pflanzenheilkunde verwendet, heute aber kaum noch.
Krankheiten: Sie kann manchmal von Rostpilz oder Mehltau befallen werden.














