Station 4: Protztalbrunnen - Quelle und Ritterstein zugleich
Was ist ein Ritterstein?
Die Rittersteine sind sowohl Orientierungspunkte als auch Gedenksteine. Sie kennzeichnen besondere Orte an denen früher Mühlen, Höfe oder Forsthäuser standen. Ehemalige Herrschaftsgrenzen sowie historische Ereignisse im Pfälzerwald gehörten ebenso dazu. Heute gibt es insgesamt 307 Rittersteine im Pfälzerwald. Ihren Namen verdanken sie dem Reg.-Dir. K. A. v. Ritter (1836-1917), der bis 1912 der erste Vorsitzende des Pfälzerwald-Vereins (Gründung 1902) war. Er griff die Idee von Prof. Dr. Häberle auf und begann 1910 mit der Aufstellung der Steine, welche seit 1912 nach ihm benannt sind.
Der Protztalbrunnen (s. Bild) ist ein solcher Orientierungspunkt.
Wie entstehen Quellen?
Der Pfälzerwald besitzt eine hohe Grundwasserneubildungsrate. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass aufgrund der Beschaffenheit des Untergrundes und der vorherrschenden Pflanzendecke der Niederschlag gut im Boden versickern kann, was sowohl die Bildung als auch das Vorkommen von Grundwasser begünstigt. Der Buntsandstein im Pfälzerwald bildet als mächtiges Schichtpaket eine gute Speicherleistung für das Grundwasser und dient daher als Grundwasserleiter. Wie ein Schwamm nimmt das Gestein das Wasser auf und speichert es in seinen Hohlräumen und Poren. Mindestens ein Viertel des mittleren Jahresniederschlages von etwa 800 mm kommt so der Grundwasserneubildung g Gute.
Quellen sind natürliche Austrittsstellen für Grundwasser an die Erdoberfläche. Im Pfälzerwald gibt es rund 2.300. Geologisch kann man dabei zwischen Schicht-, Verwerfungs- und Talrandquellen unterscheiden.
Quellenarten














